FBI sammelt Daten von e-Gold Kunden
Die Durchsuchung der Internet Gold Inc. in Greenville/Texas (USA) wirft immer noch Fragen auf. Agenten des FBI hatten das Unternehmen im Visier und fanden genügend Hinweise für eine intensive Durchsuchung. Mitarbeiter der Bundesbehörde beschlagnahmten Material und analysieren alles akribisch. Für Kunden des Unternehmens ist dies besonders tückisch, da Anbieter von eCurrency (virtuellen Währungen) nicht der staatlichen Kontrolle unterliegen. Beim FBI hatte man den Verdacht, ein modernes Betrugssystem liegt vor. Unabhängig von den Vorwürfen geraten nun Kunden der Firma ins Fadenkreuz, denn oft sind Gelder bei diesen Anbietern nicht deklariert oder offiziell gemeldet. Gerade internationale Geschäfte auf virtueller Basis lassen sich mit Hilfe derartiger Anbieter ganz gut ohne die sonst üblichen Belege erledigen. Die Bezahlung erfolgt - für Dritte nicht ersichtlich - mit virtuellen Währungen.
Bei der Sichtung von Transaktionen werden FBI-Agenten natürlich Guthaben und Transfers entdecken und diese Daten dem IRS (Internal Revenue Service, die US-Bundessteuerbehörde) übergeben. Sind diese Summen nicht deklariert, haben die betroffenen Kunden ein Problem. Dies gilt übrigens für Kunden weltweit, da sich die USA mit allen relevanten Staaten in Europa und Asien Daten über Steuervergehen intensiv austauschen. Wird mit virtuellen Währungen operiert, sollten Kunden darauf achten, dass die Anbieter nicht in den USA sitzen. US-Behörden durchsuchen systematisch solche Firmen, denn virtuelle Währungen sind in den USA nicht gewünscht, da sie sich der staatlichen Kontrolle entziehen. Das FBI ermittelt dann wegen Betrugsverdacht, auch wenn dies völlig aus der Luft gegriffen ist. Ziel der Administration ist es, diesen Firmen den Geschäftsbetrieb zu erschweren, wenn nicht gar unmöglich zu machen. Nachdem das FBI bei e-Gold Rauch eingelassen hat, suchen viele Online-Händler und eCommerce-Anbieter nach Alternativen. Die Untersuchung bei e-Gold hatte verständliche Gründe: Die Plattform wurde in letzter Zeit anscheinend vermehrt für illegale Aktivitäten, Betrug und Diebstahl von Identitäten benutzt. Somit mussten die Behörden eingreifen und Daten sichern. Leider wurde damit auch eine gute Idee beschädigt, denn nach wie vor funktioniert das System einwandfrei und es ist keinerlei virtuelles Gold verschwunden. Nur wenige unseriöse Firmen hatten e-Gold für ihre betrügerische Taten benutzt. Ein große Besorgnis für die Behörden war die Möglichkeit, ohne Identifikation Konten zu eröffnen: Ein Einfallstor für Gangster aller Art. So wurden über die Plattform massiv Gelder verschoben, die zuvor mit allerlei kriminellen Aktivitäten erwirtschaftet wurden. Dabei geht es vom simplen Diebstahl von ebay-Daten bis zum Länder übergreifenden Drogenring. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die US-Bundesbehörden ermittelten. Die Idee einer virtuellen Währung ist vor allem bei internationalen Geschäften immer noch ein brauchbares Instrument zur günstigen und vor allem auch schnellen Abwicklung von Transaktionen. Deswegen weichen Kunden aus auf den Anbieter Gold-Money. Dieser Service wird vom ehemaligen Metall Trader James Turk geleitet. Neue Kunden müssen sich ausweisen und geeignete Dokumente zur Prüfung einreichen. Wirtschaftprüfer analysieren jährlich die Währungs-bestände, den Geschäftsbetrieb und die Sicherheitsbestimmungen. Das gekaufte virtuelle Gold wird jeweils auch physisch hinterlegt und diese Mengen werden genau geprüft. Es läßt sich schnell virtuelles Gold oder auch Silber erstehen, transferieren oder überweisen und die Kosten halten sich in Grenzen. Im Grunde funktioniert dieser Service wie eine Online-Bank, nur die patentierte Währung ist einheitlich. Alle Bestände und das Unternehmen sind bei Lloyds of London versichert.




















































